Klopapier Psychologie

Was hilft, wenn man einsam in Quarantäne oder Isolation seine Zeit verbringen muss?

Richtig: Klopapier.

Gut, die derzeitige Corona-Krise hat eigentlich nichts mit Durchfällen oder anderen Magen-Darm Erkrankungen gemein, handelt es sich doch um eine Lungenkrankheit.

Allerdings scheinen Millionen von Menschen wohl Ängste zu haben, ihre Wohnung oder ihr Haus nicht mehr verlassen zu dürfen und mit einem dreckigen Hintern leben zu müssen.
Dabei ist Kloppaier ja noch eine relative moderne Erfindung (mehr dazu in einem anderen Blogbeitrag).

Ist man in einer Krise, versucht der Mensch sich mit Dingen zu umgeben, die ihm gut tun. Dazu gehören zum Beispiel Süssigkeiten und Dinge, die ihm das Gefühl geben, etwas großartiges erreicht zu haben und sicherheit bieten. Scheibar gehören inzwischen auch Klopapierpackungen dazu, denn sie sind leicht zu beschaffen und transportieren, nehmen viel Platz ein, was suggeriert man habe viel für seine Sicherheit getan und sind ausserdem noch relativ preiswert im Vergleich zum gelagerten Volumen.

Warum aber kaufen alle Klopapier?

Es scheint, dass wenn in allen Medien von leergekauften Supermärkten die Rede ist und leere Klopapier-Regale gezeigt werden, dass das Verlangen nach diesem begehrten Hygieneartikel besonders verstärkt wird. Es könnte ja sein, dass die Papierindustrie nicht in der Lage ist, künftig genug Klopapier herzustellen und zu liefern.
Auch wird man zum Kauf angeregt, wenn sich in anderen Einkaufswagen schon Klopapier befindet und diue Medienberichte noch in frischer Erinnerung sind. Schnell also zum Klopapierregal und hoffentlich noch eine Packung finden. Egal wie teuer. Hauptsache der Mensch hat sein Verlangen nach Klopapier und Sicherheit befriedigt.

Es ist also ein Herden Phänomen. Kauft der eine, will der andere es auch haben.
Was bei der ganzen Klopapierkrise verwundet ist, dass aus Gegenden, die in der Vergangenheit von Naturkatastrophen heimgesucht wurden oder ständig davon bedroht sind, Hamsterkäufe von Klopapier nie zur Standard Bevorratung gehörten. Dort konzentriete man sich auf Konserven, Wasser, Batterien. Also lebensnotwendige Dinge. Allerdings hat sich auch in diesen Gegenden durch die aktuelle Corona-Krise das Kauverhalten und die Bevorratung geändert.

Kleines, nicht wissenschaftliches Fazit: Klopapier macht glücklich und gibt Sicherheit. Mehr Klopapier erzeugt noch mehr Glück und Sicherheit und stärkt vielleicht auch noch den sozialen Status (guck mal, was der sich leisten kann 🙂 )

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