Klopapierverbrauch der USA

Wie viel Klopapier verbrauchen denn die US Bürger am Tag?
Dazu habe ich eine Statistik gefunden (Quelle unbekannt) die aussagt, dass die Amerikaner soviel Klopapier am Tag verbrauchen, dass die Papiermenge die Erde neunmal umwickeln könnte.

Also lasst uns mal rechnen:

Erdumfang am Äquator ist 40.007 Km
Erdumfang mal neun = 360.063 km
Wieviel Rollen Klopapier sind das?

Eine Rolle hat 200 Blatt mit je 11,8 cm Länge.
Eine Rolle Klopapier ist daher 23,6 m Lang.

360.063 km sind 360.063.00 m, geteilt durch 23,6 m

15.256.907 Klopapierrollen verbrauchen die Amerikaner am Tag

Klopapier zu Ostern

Klopapier Vorräte halten sehr lange. Klopapier wird nicht schlecht. Ich habe zumindest noch kein Mindesthaltbarkeitsdatum für Klopapier entdeckt. Nach den ganzen Klopapier-Panikkäufen in den letzten Wochen frage ich mich, was man denn mit so viel Klopapier alle machen kann.

Früher haben wir uns mit 100 Dollar oder 100 Euro Scheinen die Zigarre oder den Grill angezündet. Herrlich protzige Bilder in meiner Erinnerung.
Was macht man heute, an Ostern, wo es aufgrund von Versammlungsverboten, Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing keine offiziellen Osterfeuer mehr gibt?

Die wertvollen Klopapiervorräte, das Abbild unseres neu gewonnenen Reichtums, müssen dran glauben und Feuerholz und Gartenabfälle sowie alte Weihnachtsbäume ersetzen.
Klopapier als Brennstoff ist der neue Trend, und wer sich wirklich große Klopapiervorräte angelegt hat, kommt dann auch heiztechnisch gut durch den nächsten Winter.

Wir haben an Ostern 6 Rollen Klopapier aus dem Klopapier-Vermögen meiner Kinder (eigentlich als Vorsorge für deren Rente gedacht) verheizt und eine wohlig warme Athmosphäre zum Osterfest geschaffen. Wir freuen uns schon auf das nächste Osterfeuer und kommende Sommerabende, an denen uns unser Klopapier-Vorrat Wärme und Behaglichkeit spendet.

 

Klopapier Psychologie

leeres Klopapier Regal im Supermarkt

Was hilft, wenn man einsam in Quarantäne oder Isolation seine Zeit verbringen muss?

Richtig: Klopapier.

Gut, die derzeitige Corona-Krise hat eigentlich nichts mit Durchfällen oder anderen Magen-Darm Erkrankungen gemein, handelt es sich doch um eine Lungenkrankheit.

Allerdings scheinen Millionen von Menschen wohl Ängste zu haben, ihre Wohnung oder ihr Haus nicht mehr verlassen zu dürfen und mit einem dreckigen Hintern leben zu müssen.
Dabei ist Kloppaier ja noch eine relative moderne Erfindung (mehr dazu in einem anderen Blogbeitrag).

Ist man in einer Krise, versucht der Mensch sich mit Dingen zu umgeben, die ihm gut tun. Dazu gehören zum Beispiel Süssigkeiten und Dinge, die ihm das Gefühl geben, etwas großartiges erreicht zu haben und sicherheit bieten. Scheibar gehören inzwischen auch Klopapierpackungen dazu, denn sie sind leicht zu beschaffen und transportieren, nehmen viel Platz ein, was suggeriert man habe viel für seine Sicherheit getan und sind ausserdem noch relativ preiswert im Vergleich zum gelagerten Volumen.

Warum aber kaufen alle Klopapier?

Es scheint, dass wenn in allen Medien von leergekauften Supermärkten die Rede ist und leere Klopapier-Regale gezeigt werden, dass das Verlangen nach diesem begehrten Hygieneartikel besonders verstärkt wird. Es könnte ja sein, dass die Papierindustrie nicht in der Lage ist, künftig genug Klopapier herzustellen und zu liefern.
Auch wird man zum Kauf angeregt, wenn sich in anderen Einkaufswagen schon Klopapier befindet und diue Medienberichte noch in frischer Erinnerung sind. Schnell also zum Klopapierregal und hoffentlich noch eine Packung finden. Egal wie teuer. Hauptsache der Mensch hat sein Verlangen nach Klopapier und Sicherheit befriedigt.

Es ist also ein Herden Phänomen. Kauft der eine, will der andere es auch haben.
Was bei der ganzen Klopapierkrise verwundet ist, dass aus Gegenden, die in der Vergangenheit von Naturkatastrophen heimgesucht wurden oder ständig davon bedroht sind, Hamsterkäufe von Klopapier nie zur Standard Bevorratung gehörten. Dort konzentriete man sich auf Konserven, Wasser, Batterien. Also lebensnotwendige Dinge. Allerdings hat sich auch in diesen Gegenden durch die aktuelle Corona-Krise das Kauverhalten und die Bevorratung geändert.

Kleines, nicht wissenschaftliches Fazit: Klopapier macht glücklich und gibt Sicherheit. Mehr Klopapier erzeugt noch mehr Glück und Sicherheit und stärkt vielleicht auch noch den sozialen Status (guck mal, was der sich leisten kann 🙂 )

Klopapier Hamstern

Definition hamstern

Wir Menschen sind ja Jäger und Sammler. Das spiegelt sich auch gerade in unsere Zeit wieder, wo wir anfangen, unnötige Dinge im Übermaß einzukaufen und nicht mehr loslassen. Wir hamstern.

Gerade jetzt wird dieser Begriff wieder sehr stark benutzt, weil viele Leute in Zeiten der Corona-Krise panische Ängste haben und sogenannte Hamsterkäufe vornehmen.

Aber was ist eigentlich hamstern. Bei Google findet sich gleich die Definition, die Ihr oben im Bild seht.

Hamstern ist also das Anhäufen von Waren oder Gegenständen, die aktuell einer Verknappung unterliegen oder unterliegen könnten. Wenn sich also jemand mit mehr Produkten eindeckt, als der tatsächliche Bedarf ist, dann spricht man von „hamstern“.

Aktuell (Frühjahr 2020) sind in den Läden des täglichen Bedarfs Klopapier und Nudeln kaum vorhanden, weil bereits Anfang bis Mitte März viele Mitbürger in Panik gerieten und sich mit Klopapier und Pasta eindeckten.

Diese Hamsterkäufe bei Toilettenpapier haben zur Folge, dass in den Supermärkten plötzlich deutlich mehr verkauft wird als geplant und damit die Regale auch mal nicht so voll oder, wie wir es seit einigen Wochen sehen, einfach leer sind. Diese momentane Knappheit verleitet dann andere Menschen, auch Klopapier haben zu müssen und somit entsteht dann ein Klopapier-Kaufrausch.
Hierbei orientieren sich die Käufer aber nicht an ihrem wirklichen Bedarf (überlegt mal, wie lange eine Rolle eigentlich hält – mehr dazu in einem anderen Artikel), sondern kaufen teilweise ihren Jahresbedarf. Wir können von Glück reden, dass Toilettenpapier kein Mindesthaltbarkeitsdatum hat und wirklich langlebig ist.

Vielleicht noch etwas zur Geschichte des Wortes hamstern:

Es leitet sich natürlich von dem Hamster ab, einem kleinen Nagetier, das besonders für seine dicken Backen bekannt ist, in denen es Vorräte sammelt und in seinen Bau bringt. Bekanntheit bekam der Begriff Hamstern während und nach dem Zweiten Weltkrieg, als notleidende Menschen versuchten, in ländlichen Gebieten bei Bauern ihr Hab und Gut gegen Lebensmittel wie Kartoffeln, Gemüse, Speck und Eier einzutauschen. Diese Fahrten aufs Land wurden Hamstern oder Hamsterfahrten genannt.

Wie hamstern heute geht, das zeige ich Euch in einigen Videos, die ich im Netz gefunden habe.